the story behind...

Kalt & Nass #1

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Es ist Ende Mai und einer diesen malerisch schönen Morgen am Almsee.

Der Nebel lichtet sich.

Die Berge kommen zum Vorschein.

Die Landschaft bekommt ein neues Gesicht und ich suche nach einer geeigneten Stelle um dieses wundervolle Geschehen in einem Bild aufzunehmen.

An einer sehr schönen Ostuferstelle entscheide ich mich zu bleiben.

Leider blockieren einige gefällte Bäume am Ufer die Sicht.

Ich entschließe mich kurzerhand für eine Perspektive direkt im See ganz nah an der Wasseroberfläche um eine schöne glatte Spiegelung zu bekommen und

den gefällten Bäumen auszuweichen.

Die Jeans hochgekrempelt.

Kurz rein, gleich wieder raus.

Kaum auszuhalten diese Kälte.

Beim 3ten Anlauf im Wasser hat sich mein Körper dann jedoch an die Kälte gewöhnt und ich platziere meine Kamera am Stativ sehr Nahe oberhalb der Wasseroberfläche.

Die Idee geht mir gut auf und ich kann einige schöne Bilder machen.

Letztendlich ist auch die hochgekrempelte Hose komplett nass doch ich

glücklich und zufrieden mit den Aufnahmen.

Ein sehr schöner Ausflug mit meiner Freundin Elisabeth (danke für deine Geduld:)) welcher abgerundet wird durch einen Besuch im Wildpark Grünau.

Elektrisierend #1

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Raus aus dem Alltag.

Etwas verrücktes machen - ein Abenteuer starten.

Das habe ich mir an diesem freien Tag vorgenommen.

Es ist ein warmer & schwüler Sommertag und wir schreiben den 16. Juni.

Die Wetter-App zeigt überall in der Umgebung Gewitterwarnungen an.

Normalerweise nicht der ideale Tag um eine Wanderung auf einen Berg zu planen.

Doch heute suche ich nicht das optimale Wetter oder Postkartenmotive.

Ich suche die Abwechslung, das Abenteuer, die Schönheit an der Rauheit.

Anders: das Gewitter, den Regen, die Nässe, die Kälte, die Natur wie sie eben auch ist.

Ein Gewitter direkt am Berg zu erleben und zu fotografieren wäre mal etwas anderes sowie eine unvergessliche Erfahrung welche eventuell auch

spannende Motive ermöglicht.

Gesagt, getan - ich mach mich auf.

Der Aufstieg geht gut und ich bin bald mal oben am Gipfel angekommen.

Rundherum ist es bewölkt doch ein Gewitter vorerst mal nicht in Sicht.

Ich halte mich länger am Gipfel auf und genieße die Aussicht, die Ruhe, fotografiere ein paar Schmetterlinge sowie Blumen und leg mich auf eine Holzbank.

Nach einiger Zeit hört man gelegentlich schon das Grollen ferner Gewitter.

Es beginnt leicht zu regnen & der Wind nimmt ein wenig Fahrt auf.

Imposante Wolken formen sich zusammen und der Himmel über mir wird immer dunkler. Ich fotografiere einige Regenschwaden in der Ferne und genieße das Geschehen.

Vor meinem Abstieg beschließe ich nochmals auf die Aussichtswarte auf welcher ich bereits vorhin war raufzugehen um ein paar letzte Bilder zu machen.

Etwas mulmig ist mir schon, doch situationsbedingt entscheide ich mich

ein 2tes mal auf die Warte raufzugehen.

Oben auf der Warte angekommen, höre ich plötzlich ein Knistern.

Ich dachte es kommt von der Aussichtswarte hinter mir und dreh mich um.

Doch als sich meine Haare gefühlt etwas aufstellten und ich nach ihnen Griff

wurde mir klar: Jetzt sofort runter von hier!

Die Luft war so stark vom Gewitter geladen, dass man das Knistern in der Luft hören konnte. Ein Blitzeinschlag wäre hier somit jederzeit möglich.

In Windeseile verlasse ich die Warte und begebe mich auf den Abstieg welcher von einem sehr starkem Platzregen begleitet wird.

Der Weg ist teilweise zu einem kleinen Bach geworden und mein Gewand trotz Regenjacke komplett durchnässt.

Während ich durch den Wald absteige höre ich immer wieder das Donnern des Gewitters über mir und denke an die Aktion bei der Aussichtswarte.

Zugegeben, das war viel zu riskant und würde ich keinesfalls wieder machen.

Aus der Erfahrung habe ich gelernt und bin froh, dass alles gut gegangen ist.

Zusammengefasst war es eine spannende, erlebnisreiche & erholsame Wanderung

auf den Prochenberg in Ybbsitz.

Vielsteitig & Wunderschön #1

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Auf der Suche nach einer leichten alpinen Tour mit außergewöhnlich schönen Motiven fällt meine Wahl auf den Seckauer Dolomitensteig.

Einige Bilder habe ich ja bereits im Internet gefunden,

doch das ist nichts im Vergleich zur Realität welche ich an diesem

traumhaften Tag im Juni erfahren darf.

Zunächst führt der Weg der Tour sehr steil bergauf durch den Wald.

Es scheint als würde das Waldstück nie aufhören.

Eine Serpentine nach der anderen.

Der Herzschlag ist bis rauf zum Hals zu spüren und das Leiberl

bereits nach gerade mal einer halben Stunde durchnässt.

Doch endlich lichtet sich der Wald und ich erkenne wie ich eine Anhöhe erreiche.

Oben angekommen bietet sich mir ein fantastisches Panorama.

Was für eine Aussicht!

Die Berge Richtung Steig lassen erahnen warum der Steig auch

Dolomitensteig genannt wird.

Schroffe Felsentürme ragen am Berg empor und lassen die Landschaft

außergewöhnlich spannend aussehen.

Der Weg führt nun weiter rauf entlang eines schönen Weges

welcher teilweise noch immer stark bewaldet ist.

Auf einer wunderschönen Almwiese angekommen genieße ich

ein weiteres mal die Aussicht und mache ein paar Fotos.

Fast schon kitschig-schön dieser Anblick denke ich.

Die Almhütte umgeben von saftig grüner Wiese geschmückt von Blumen jeglicher Art.

Strahlend blauer, leicht bewölkter Himmel und imposant hohe Berg

welche noch leichte Schneefelder erkennen lassen.

Die Bilder bestens geeignet als Postkartenmotiv für Österreich :).

Es geht weiter vorbei an einem kleinen Wasserfall wo ich meine Wasserflasche auffülle.

Eine gute Gelegenheit, denn ich habe meinen Wasserverlust

durch das Schwitzen besonders durch das steile Waldstück deutlich unterschätzt.

Das Gelände wird nun etwas alpiner und der Weg immer spannender sowie schöner.

Die dolomitenähnlichen Felsentürme wirken zum Greifen nah.

Die Tour wird zum absoluten Genuss.

Am höchsten Punkt der Tour komme ich an einen faszinierenden Wasserfall.

Dieser vorerst steil fallende Wasserfall mündet anschließend

leicht fallend in lauter kleine Pools.

Das Wasser ist kristallklar und der Anblick fesselnd schön.

Nun geht die Tour wieder bergab.

Vorbei an einem riesigem Felsenturm (s. Bild oben).

Weiter unten wieder durch dichteren Wald und anschließend

über eine riesiges Geröllfeld.

Die Sonne brennt nun schon deutlich stärker runter und am Geröllfeld angekommen gibt es keine Bäume welche Schatten spenden könnten.

Ich nutze das nun wieder einigermaßen getrocknete Leiberl als Kopfbedeckung und suche kurzweilig in einem kleinen Jängerunterstand Schutz vor der prallen Sonne.

Nach einigen Minuten auftanken im Schatten mache ich mich auf die letzte Etappe auf.

Der Weg führt noch ein paar hundert Meter entlang dem Geröllfeld

und mündet schließlich in in eine Forststraße.

Entlang der Straße stehen dutzende Bienenstöcke.

Das Summen der vielen Bienen ist schon von weiterer Entfernung zu hören.

Der Weg endet bei einem Gasthaus wo ich noch ein Seiterl genieße

und anschließend zum Auto zurückkehre.

Der Dolomitensteig ist wirklich eine besondere Wanderung.

Spannend an diversen Wegen durch Wald, Almwiesen, alpinen Gelände,

vorbei an Wasserfällen sowie Geröll.

Die vielseitige Natur rundherum lässt einen Staunen.